Jahreshauptversammlung:

Die HV des Fördervereins fand am 27.8. in Wollingst statt. Nach den Berichten des Vorstandes und seiner Entlastung wurde der bisherige Vorstand unter Vorsitz von Heino Runge einstimmig wiedergewählt.

Des weiteren sollen im Herbst und Winter die Mitglieder wiederum zu Arbeitseinsätzen am See eingeladen werden. Unter anderem sollen der Steg über den Abflussgraben instandgesetzt und die Uferbereiche von rottenden Pflanzenresten befreit werden. Eine neue Broschüre über den See soll auf Grundlage der alten erstellt werden. Der geplante Kauf des Naturfreundegeländes durch die Naturschutzstiftung des Landkreises wurde begrüßt, weil dadurch die Freizeitnutzung am See besser als bisher nach Naturschutzerfordernissen gelenkt werden kann.

Besuch des Marschenrates

Im Mai besuchte eine Exkursion des Marschenrates den See, um sich über seine Entstehung aus einem Pingo, seine gut 12.000 Jahre zurückreichende Entwicklung und seine große Bedeutung für die seltene Pflanzengesellschaft mit Lobelie, Brachsenkraut und Strandling zu informieren. Den Maßnahmen des Fördervereins wurde höchstes Lob gezollt.

Pflanzen in der Seeumgebung

Die wiedergeschaffene Heidefläche im Osten des Seeberges hat sich prächtig entwickelt und erfreut im Hochsommer durch die blühenden Heideglöckchen. In feuchten Senken in dieser Heidefläche hat sich der kleine Sumpfbärlapp und am Abflussgraben im Westen des Sees der größere Keulenbärlapp angesiedelt.

In der Moornähe wurde sogar ein blühender Lungenenzian ausgemacht.

Die Lobelien haben sich im Schutz der Käfige im Wasser am Seeberg sehr erfolgreich vermehrt (2014 wohl über 2000 Pflanzen !).

Literaturhinweis:

Im Oktober 2015 erschien ein neues Buch in der Serie „Warnsignale“, nämlich Lozán, J. L., H. Grassl, D. Kasang, D. Notz & H. Escher-Vetter (Hrsg.). „Warnsignal Klima: Das Eis der Erde“ – www.klima-warnsignale.uni-hamburg.de. Der Abschnitt 3 befasst sich mit Schnee und Permafrost; und im Kapitel 3.5 werden Pingo-Reste wie vor allem der Wollingster See beschrieben.